Streit um
Rolle der Kurden im Kampf gegen den „IS“ droht zu eine offenen Konflik
zwischen Ankara und Washington auszuarten, in dem Russland kräftig
mitmischt
In Syrien
zeigen sich beängstigende Vorboten neuer Konflikte, die den Krieg
gefährlich auszuweiten drohen. So setzt nun, von der Weltöffentlichkeit
wenig beachtet, die Türkei unter krassen Bruch internationalen Rechts
die Wasserwaffe ein. Ankara stoppte den Zufluss des Euphrat, der in
Südostanatolien entspringt und über Syrien in den Irak fließt. Er ist
Syriens weitaus wichtigster Lebensquell. Im Norden des Landes
aufgestaut, versorgt er eine Region, in der vor Kriegsbeginn rund sechs
Millionen Menschen lebten, mit Wasser und Strom und bewässert ein
landwirtschaftliches Gebiet von 640.000 km2. Schon ist der Wasserstand
des Tischrin-Stausees so stark gesunken, dass die Turbinen im Kraftwerk
abgestellt werden mussten. Tausende Menschen sind betroffen und viele
mehr werden es bald in Syrien und im Irak sein, wenn die Türkei an der
Blockade festhält.
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