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Donnerstag, 8. Juni 2017

Jordanien: der unentbehrliche Partner


Die Verlegung der Bundeswehr-Soldaten aus der Türkei weckt in Amman große Hoffnungen und  und könnte den Weg zu einer Stärkung des Königreiches ebnen

von Birgit Cerha

Jordanien war für Berlin die logische Wahl. Wenn die rund 260 Bundeswehr-Soldaten mit ihren „Tornado“-Aufklärungsjets und einem Tankflugzeug aus dem türkischen Incirlik in das Haschemitenreich ziehen und sich in Al-Asrak, einem der drei Luftwaffenstützpunkte,nahe der Südgrenze zu Syrien, einrichten,  dann können sie auf relative Stabilität inmitten blutigster Turbulenzen bauen und sich zugleich die Möglichkeit schaffen, wenn als nötig empfunden noch weitere tausend Kilometer in den Mittleren Osten vorzudringen. Zudem herrscht in Amman einer der pro-westlichsten Führer der Region.  Die Stationierung der deutschen Soldaten stärkt entscheidend die ökonomisch bereits engen Beziehungen zwischen beiden Ländern nun auch militärisch im Kampf gegen radikal-islamistischen Terror.

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Donnerstag, 26. Februar 2015

Kampf gegen ISIS: "Menschliche Solidarität”

Der jordanische Prinz Hassan richtet einen eindrucksvollen Appell an die zivilisierte Welt, den Kampf gegen den Fanatismus des „Islamischen Staates“ nicht auf der Basis von Rache zu führen, sondern auf „einer Ethik menschlicher Solidarität“. Denn, so Hassan, „wahre Sicherheit ist menschliche Sicherheit“. Der Kampf gegen die Urübel in der Region – Armut, Ungerechtigkeit, Perspektivlosigkeit der Jugend – die „unvermeidlichen Produkte post-kolonialen Schutts“ – sei unerlässlich, um solchen Fanatikern wie dem „IS“ den Boden zu entziehen.
Der Intellektuelle und engagierte Humanist Prinz Hassan, 34 Jahre lang Kronprinz Jordaniens, Gründer zahlreicher jordanischer und internationalen Institutionen und Initiativen, setzt sich seit Jahrzehnten intensiv für die Verständigung der Religionen und Kulturen  ein, für den Aufbau einer „Kultur des Friedens“, die jene immer noch dominierende „Kultur des Krieges“ in der Welt ersetzen soll. Wir geben hier seinen Aufruf wieder:
 
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HRH Prince El Hassan bin Talal
 
We Must Fight ISIS by Advancing Ideologies of Human Solidarity
 
 
Posted: 02/11/2015 11:40 am EST Updated: 02/12/2015 3:00 pm EST in Huffington Post
 

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Mittwoch, 4. Februar 2015

Schock in der islamischen Welt

von Birgit Cerha
 
Ungewöhnlich rasch und ungewöhnlich heftig reagierten Mittwoch Führer der arabischen und islamischen Welt auf den barbarischen Mord an dem jordanischen Piloten Al-Kaseasbeh. Lange hatten sich hohe islamische Institutionen über die brutale Gewalt des „Islamischen Staates“ (IS) in Schweigen gehüllt oder diese nur zögernd verurteilt. Doch mit der Verbrennung Kaseasbehs, eines gläubigen Muslimen, hat die Barbarei dieser Terrormiliz eine neue Stufe erreicht, die selbst die seit Jahrzehnten von Kriegen, Gewalt, Terror und staatlicher Repression gequälte Region bis ins Mark trifft.  

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Jordanien schwört „vernichtende“ Rache

Ermordung des Piloten stellt das Königsreich vor die schwerste Herausforderung seit einem Jahrzehnt
 
von Birgit Cerha
 
Tausende Menschen schwenkten Fotos ihres Königs, des ermordeten Piloten Moaz al-Kasasbeh und die jordanische Flagge, als Abdullah II Mittwoch aus den USA in sein zutiefst aufgewühltes Königreich heimkehrte. Diese Demonstration der Treue und Solidarität mit dem haschemitischen Köngshaus muss dem Monarchen hochwillkommen sein in der wohl schwersten Stunde seiner Herrschaft über das kleine, bitterarme Königreich, das der an seinen Grenzen in Syrien und Jordanien wütende „Islamische Staat“ (IS) in tiefe Existenzängste stürzt.

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Montag, 21. Januar 2013

Jordanien an einem Wendepunkt

Bedrängt durch den „Arabischen Frühling“ verspricht der König dem Land einen „einzigartigen Weg“ – Parlamentswahlen sollen der erste Schritt sei

von Birgit Cerha

Umgeben von blutigen Tumulten in Syrien, den palästinensischen Gebieten und im Irak erscheint Jordanien als Bastion der Stabilität in der Region. Aber die Stürme des „Arabischen Frühlings“ sind nicht spurlos über das Haschemitische Königreich hinweggezogen. Schon im Januar 2011 begannen zaghafte Proteste, die an Umfang und Intensität im November 2012 einen bisherigen Höhepunkt erreichten.

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