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Samstag, 20. November 2010

Was die katholische Kirche von Meinungsfreiheit hält

von Birgit Cerha

Die deutsche Bischofskonferenz hatte vergangenen September abrupt beschlossen, die angesehene katholische Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ mit Ende November einzustellen. Eine Rumpfversion mit religiösen und kirchlichen Themen wird ab Jänner 2011 als Beilage in „Die Zeit“ erscheinen.

Trägerinnen des RM waren bisher acht deutsche Bistümer sowie – zu einem geringen Anteil – auch die Bischofskonferenz als Dachorganisation aller 27 deutschen Diözesen.

Mit der Entscheidung zur Einstellung dieser in Bonn erscheinenden Zeitung hatten sich offenbar die konservativen Mitglieder der Bischofskonferenz durchgesetzt, denen das Blatt schon seit Jahren als zu liberal und eigenständig ein Dorn im Auge gewesen war. Offiziell heißt es allerdings, ökonomische Gründe – ein Defizit und sinkenden Leserzahlen – hätten den Ausschlag gegeben. Im „Rheinischen Merkur“ geäußerte Kritik an einer Kultur systematischen Verschweigens und Vertuschens der Kirche in Zusammenhang mit jahrelangen Missbrauchskandalen an Schulen hat u.a. konservative Bischöfe zuletzt so erboßt, dass sie eine fast 65-jährige Tradition wertkonservativer Publizistik abrupt beendeten.

Der Fall ruft das traurige Schicksal eines anderen großen publizistischen Projekts der katholischen Kirche Deutschlands in Erinnerung, dem konservative Bischöfe ebenfalls den Todesstoß versetzt hatten: die intellektuell anspruchsvolle Wochenzeitung „Publik“. Sie war 1968 von der Katholischen Kirche in Deutschland gegründet worden und sollte die Idee einer erneuerten Kirche symbolisieren, die sich im Aufbruch befindet und einen offenen Dialog mit der gesamten Gesellschaft führt. Bereits nach drei Jahren hatten sich die konservativen Kräfte in der Bischofskonferenz durchgesetzt und diese reformorientierte und liberale Stimme 1971 zum Schweigen gebracht. Empörte Leser schlossen sich darauf hin zusammen und finanzierten „Publik-Forum“, eine 14-täglich erscheinende, kirchenunabhängige Zeitung, die bis heute einen Leserkreis unter Katholiken, aber auch Protestanten halten konnte und ein eindrucksvolles Beispiel von Basisinitiative setzte.

Nach zehnjähriger Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Merkur durfte auch ich einen Abschiedsbeitrag in der letzten Ausgabe schreiben, den sie nun lesen können


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Ein schmerzlicher Abschied

Mein letzter Beitrag für den RM kann nur ein persönlicher sein. Es ist ein Abschied, der für mich das schmerzliche Ende einer Etappe besiegelt. Ihren Niedergang habe ich in drei Jahrzehnten als Nahost-Korrespondentin für mehr als ein Dutzend deutschsprachiger Zeitungen miterleiden müssen. Der RM hat mir die berufliche Befriedigung geschenkt, die mir der Untergang seiner Leidensgenossen (vier angesehener Wochenzeitungen) geraubt hatte.

Der Wochenzeitungsstil, wie ihn der RM pflegte, hat sein Publikum, das ein Recht und einen Anspruch auf diese Form der fundierten, erklärenden und analysierenden Berichterstattung gerade in einer Zeit des gravierenden Niveauverlusts der Medien besitzt. Der dekrediterte Untergang dieser Zeitung reißt in der Medienlandschaft eine nicht zu schließende Lücke auf. Beispiele beweisen dies: Nach einem Jahrzehnt weinen wissbegierige Bürger im Internet immer noch der alten schweizer „Weltwoche“ (einst RM-Kooperationspartner) nach, für die sie keinen Ersatz finden.

Was mir persönlich am RM und seinem Team solche Freude machte, war neben der sachlichen Kompetenz die Ernsthaftigkeit im Umgang mit wahrhafter Berichterstattung, dem Bemühen, auch „die andere Seite“ darzustellen - leider auch im demokratischen Deutschland keine Selbstverständlichkeit mehr. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass ich bei meiner Berichterstattung über die arabische/islamische Welt bei als seriös geltenden (Tages-) Publikationen die Schere der Zensoren mehrmals scharf zu spüren bekam, bis sie in einem Fall gar eine 15-jährige Zusammenarbeit durchtrennte. Ich habe solches Opfer für die Meinungsfreiheit mit Stolz getragen. Umso mehr aber habe ich die Zusammenarbeit mit dem Team des RM genossen. Den Kollegen sei dafür von Herzen gedankt und den Entscheidungsträgern, die dem RM den Todesstoß versetzten, zugleich meine tiefe Empörung bekundet, dass sie – wiewohl eine starke Institution - gerade in Zeiten der Krise darauf verzichten, auf kompetente, seriöse und gefällige Weise Bildung, demokratische und ethische Werte in einer Weise zu verbreiten, die ihre Glaubwürdigkeit stärkt.

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Mittwoch, 29. September 2010

IRAN: Irans heiß umstrittener „Blogvater“

Hossein Derakhshan galt als „Ikone“ der liberalen Jugend, dann als Apologet Ahmadinedschads – nun wurde er zu 19,5 Jahren Gefängnis verurteilt

Das Schlimmste trat zwar nicht ein. Ein iranisches Revolutionsgericht befahl nicht, wie befürchtet, die Exekution des 35-jährigen Hossein Derakshan, sondern verurteilte ihn zu 19,5 Jahren Gefängnis. Doch es ist die weitaus schärfste Strafe, die im islamischen „Gottesstaat“ je gegen einen Blogger verhängt wurde. „Propaganda gegen das Regime“, „Kooperation mit feindlichen Staaten“, „Förderung kontra-revolutionärer Gruppen“, „Beleidigung des Islams und religiöser Persönlichkeiten“, und „Betreiben obskurer Websites“ lauten die Hauptvorwürfe gegen den iranisch-kanadischen Doppelstaatsbürger, der bereits fast zwei Jahre Isolationshaft mit höchst spärlichen Kontakten zu Familie und Anwalt im berüchtigten Evin-Gefängnis von Teheran überstand. Die Möglichkeit der Berufung gegen das Urteil, so heißt es aus Teheraner Justizkreisen, stehe ihm nun allerdings offen.
Diese außergewöhnlich harte Strafe widerlegt wohl ein insbesondere von Exil-Iranern verbreitetes Gerücht, Derakshan hätte sich vom iranischen Regime kaufen lassen, sei vom Freiheitskämpfer zum Apologeten Präsident Ahmadinedschads konvertiert. Die Aktivitäten und Ansichten dieses Journalisten und Bloggers lösten in den vergangenen Jahren viel Verwirrung, Empörung unter iranischen Oppositionellen und Verschwörungstheorien aus. Wer ist Hossein Derakshan und welche Rolle spielte er in dem zunehmend brutalen Machtkampf zwischen den repressiven Theokraten und den sich nach Freiheit sehnenden Iranern tatsächlich. Ein Teil der Antworten auf diese Fragen muss vorerst offen bleiben.
Hossein wuchs als Sohn einer wohlhabenden Familie mit weitreichenden Beziehungen im Iran auf. Er spezialisierte sich auf Computertechnologie und arbeitete 1999 als Journalist und Internet-Kolumnist für eine Reformzeitung in Teheran. Doch er geriet zunehmend in Konflikt mit der staatlichen Zensur und nach einer vom Geheimdienst erzwungenen offenen Entschuldigung für seine Kommentare reiste er im Jahr 2000 nach Kanada aus. In Toronto begann er unter dem Namen „Hoda“ einen Blog, in dem er Iranern Anleitungen erteilte, wie sie mit einfachen Schritten selbst einen Blog in ihrer Muttersprache erstellen können. Er trug damit entscheidend zu einer Explosion der iranischen „Blog-Sphäre“ bei. Bereits 2004 gab es bereits 64.000 Blogs und ein Jahr später an die 100.000. Heute ist Farsi eine der meistgebrauchten Sprachen im Internet. Die Zahl der Blogs wird auf mehr als 700.000 geschätzt und Blogszene lebt fort, ungeachtet massivster Repression durch das Regime insbesondere seit den manipulierten Präsidentschaftswahlen im Vorjahr. Nicht zuletzt deshalb meint die Organisation „Reporter ohne Grenzen“, dürfte das Regime nun an Derakshan ein Exempel statuieren, das Blogger nun endlich nachhaltig einschüchtern solle.

Hossein wurde als „Vater“ des iranischen Blogs gefeiert, neun Jahre lang zählte er zu den bekanntesten und einflussreichsten iranischen Bloggern. Er engagierte sich unermüdlich für demokratische Freiheiten, die Achtung der Menschenrechte, kämpfte in seinen Blogs – in Farsi und Englisch - gegen Zensur und Repression. Im Iran wurden seine Seiten gefiltert, doch seine Anhänger fanden immer wieder Wege, um Hosseins Texte zu verbreiten. Auch in westlichen Medien gewann er zunehmend Prominenz. Man präsentierte ihn als „Ikone“ des jungen, liberalen Iran, er durfte seine Gedanken in der Washington Post oder im britischen Guardian darlegen, trat bei Fernsehsendungen auf und bei Kongressen, wo er gegen die Repressionen in seiner Heimat und die Außenpolitik der „Islamischen Republik“ wetterte.

Er beschrieb sich selbst stolz als Atheisten, zugleich vor allem aber als iranischen Patrioten, der der Islamischen Republik durchaus positive Seiten abgewinnen konnte, denn sie trieb seiner Ansicht nach den Iran auf einem postkolonialen Erfolgsweg voran. Er hielt das politische System, ungeachtet aller Kritik, für durchaus reformfähig und dabei sei jede westliche Hilfe abzulehnen.

Als der Konflikt mit dem Westen über das iranische Atomprogramm offen ausbrach, begann sich die Position dieses iranischen Patrioten zu wandeln. Je mehr seine Heimat von Amerikanern und Europäern unter Druck gesetzt wurde, desto mehr wuchs seine Enttäuschung über die westliche Demokratie. Die aggressive Politik US-Präsident Bushs im Mittleren Osten (Palästina, Libanon, Afghanistan und Irak) weckte tiefe Hassgefühle auf die Doppelmoral der verbal Menschenrechte und Freiheit so hoch achtenden politischen Führer des Abendlandes. In seinem englischsprachen Blog stellte er jede Kritik an der iranischen Außenpolitik und dem Präsidenten ein und verteidigte entschieden das iranische Atomprogramm.

Doch Hossein verschrieb sich zunächst einem Kurs der Versöhnung. Diesem Ziel sollten zwei weithin publizierte Besuche in Israel dienen, wo er Ahmadinedschads Verbalattacken den starken Wunsch vieler Iraner nach Verständigung mit dem Judenstaat entgegenzusetzen suchte. Wiewohl im Iran eine Reise in die verhasste „Zionistische Einheit“ mit mindestens zwei Jahren Haft bestraft wird, wagte Derakshan 2008 die Heimkehr, wurde aber wenig später, im November 2008 festgenommen. Zuvor hatte er einen beträchtlichen Teil der iranischen Blog-Gemeinde und Opposition im Exil vor den Kopf gestoßen, als er nicht nur Ahmadinedschad verteidigte, sondern auch heftig Exil-Iraner, die sich für den Sturz des Regimes mit westlicher Hilfe engagierten, attackierte. Dies wurde ihm zum Verhängnis, als er sich mit dem prominenten Iranisten Mehdi Khalaji des Washington Institute for Near East Policy (WINEP), anlegte. WINEP klagte Hossein wegen Ehrenverletzung und forderte zwei Millionen Dollar Entschädigung. Die Anwälte des Instituts ließen kurzerhand den Blog löschen. Ein krasses Beispiel der auch im Westen zunehmenden Verletzungen von Meinungsfreiheit.

Um Derakhshans Verhaftung rankten sich wilde Verschwörungstheorien. Kritiker meinten, er sei in Wahrheit gar nicht festgenommen worden, sondern schreibe im Luxus einer Teheraner Villa Blogs für das Regime gegen die iranischen Reformer. Tatsächlich tauchten Beiträge im Internet auf, die nach Ansicht iranischer Blogger Hosseins Handschrift trugen. Dass das Regime in den Turbulenzen der Präsidentschaftswahlen im Vorjahr Derakhshans Know-hows im Internet bedurfte, steht wohl außer Zweifel. Ebenso gibt es genügend Beispiele dafür, wie Irans Folterknechte solche „Kooperation“ erreichen.

Eine Antwort auf so manche Unklarheiten über die Hosseins wahre Position gab der Blogvater wohl selbst vor einiger Zeit im „Guardian“. Dort schrieb er im Dezember 2006:

„Wenn die USA den Iran attackieren, werde ich, trotz all meiner Probleme mit der Islamischen Republik“ zurückgehen und diese Bastarde bekämpfen….Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie sie ein Bagdad aus Teheran machen.“


Später erklärte er seine Haltungsänderung mit den Worten:

„Je mehr die Konfrontation zwischen dem Westen und dem Iran eskaliert, desto mehr bin ich überzeugt, dass die wahren Probleme des Westens mit dem Iran nicht dessen nukleare Aktivitäten sind oder das Maß an Demokratie, die Menschenrechte oder seine Unterstützung für ‚Terroristen’-Gruppen. … Das eigentliche Problem liegt in der Entscheidung der Islamischen Republik, unabhängig zu sein in einer an fossilen Energiequellen so reichen Region, in der amerikanische Marionetten den Ton angeben. Iran stellt die amerikanische Hegemonie in der gesamten Welt vor ihre größte dauerhafte Herausforderung, und dafür muß er einen Preis bezahlen. Immer mehr säkulare Iraner wie ich es bin kommen zu der Ansicht, selbst wenn sich der Iran zu einem weltweiten Vorbild an Demokratie, einem säkularen und friedlichen System entwickelt, es keinerlei Garantie dafür gibt, dass die USA nicht wieder eine Ausrede dafür suchen, auch diese Regierung zu stürzen….. Ich bin Atheist…. Ich habe Ahmadinedschad nicht gewählt und ich würde alles tun, um ihn auf demokratische Weise zu Fall zu bringen. …. Ich träume von einem offenen, freien, fairen und säkularen Iran, der von kompetenten, repräsentativen Politikern geführt wird und in Frieden mit der gesamten Welt lebt, inklusive Israel. „

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Dienstag, 13. Juli 2010

Fadlallah und die Meinungsfreiheit des Westens

Wie zu erwarten und in einem Ifamo-Nachruf bereits vorhergesehen, erhitzt die Einschätzung von Leben, Wirken und Einfluss des am 2. Juli in Beirut verstorbenen schiitischen Groß-Ayatollahs Fadlallah die Gemüter nicht nur in der trauernden schiitischen Welt, sondern auch im Westen. Dort wird der Geistliche oft in totaler Unkenntnis seiner wahren Persönlichkeit und seiner Verdienste um eine liberalere und zeitgemäße Interpretation islamischer Lebensregeln und in völliger Ignoranz seines Kampfes gegen im Orient immer noch fortlebende inhumane Traditionen als angeblicher Förderer des gegen den Westen gerichteten Terrorismus verurteilt wird. Insbesondere CNN hat hier in krasser Weise entlarvt, was Journalisten, die sich jahrzehntelang mit der arabischen und islamischen Welt befassen, immer wieder bitter erfahren mussten: die Missachtung der Meinungsfreiheit in dem auf seine demokratischen Werte so stolzen Westen, insbesondere auch durch die Träger dieser Meinungsfreiheit, die Medien selbst. Die Erzwingung einer Entschuldigung Octavia Nasrs durch die CNN-Leitung, die der unter derart massiven Druck gesetzten Journalistin aber nicht einmal ihre Stellung rettete, erinnert ein wenig an Methoden, wie sie so gerne im Orient, insbesondere zur Zeit im Iran, praktiziert werden: erzwungene über das Fernsehen verbreitete Dementis oder „Schuldbekenntnisse“ politisch Andersdenkender.

Der Fall Fadlallah bietet somit ein eindrucksvolles Beispiel für die Medien-Manipulation im Westen. Dabei drängt sich der Gedanke auf, dass die CIA beträchtliches Eigeninteresse hat, Fadlallah zu verunglimpfen, um den Mord an 80 Zivilisten in Beirut, die bei einem von ihr organisierten Bombenattentat gegen Fadlallah ums Leben gekommen waren, zu rechtfertigen. CNN wird ein Naheverhältnis zur CIA nachgesagt.

Wir wollen in diesem Zusammenhang unseren Lesern einen im Londoner „Independent“ veröffentlichten erhellenden Beitrag des seit Jahrzehnten in Beirut lebenden Briten Robert Fisk nicht vorenthalten.


Birgit Cerha


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The Independent, July 13, 2010

Robert Fisk: CNN was wrong about Ayatollah Fadlallah

I might have guessed it. CNN has fired one of its senior Middle East editors, Octavia Nasr, for publishing a twitter – or twatter in this case, I suppose – extolling Grand Ayatollah Sayyed Mohammed Hussein Fadlallah of Lebanon, calling him "one of Hizbollah's giants whom I respect a lot".

Well, he wasn't Hizbollah's man, but no matter. He was definitely a giant. A man of immense learning and jurisprudence, a believer in women's rights, a hater of "honour crimes", a critic of the theocratic system of government in Iran, a ... Well, I'd better be careful because I might get a phone call from Parisa Khosravi, who goes by the title of CNN's "senior vice president" – what these boss types do or what they get paid for their gutless decisions I have no idea – who said this week that she had "had a conversation" with Nasr (who'd been with the company for 20 years) and "we have decided that she will be leaving the company".

Oh deary, deary. Poor old CNN goes on getting more cowardly by the hour. That's why no one cares about it any more. That can't be said about Fadlallah. The Americans put it about that he had blessed the suicide bomber who struck the US marine base in Beirut in 1983, killing 241 service personnel. Fadlallah always denied this to me and I believe him. Suicide bombers, however insane we regard them, don't need to be blessed; they think they are doing God's duty without any help from a marja like Fadlallah. But anyway, Washington used Saudi money to arrange a car bombing to assassinate Fadlallah in 1985. It missed Fadlallah. But it killed more than 80 innocent people. I do wonder what Ms Khosravi would have thought of that. No comment, I guess.

And now it turns out that the British ambassador to Lebanon, Frances Guy, has written on her personal blog that Fadlallah was a man she respected and most enjoyed meeting in Lebanon. What possesses these personalities to have blogapops all over the place I have no idea. But Ms Guy has incurred the anger of the Israeli foreign ministry, whose spokesman says it would be "interesting" to know what the British Foreign Office thinks of her remarks. Personally, I would be far more "interested" in what the Israeli foreign ministry knows of the British passports its government forged in order to murder a man in Dubai not many months ago.

But it just goes to show that Fadlallah – who was also a poet – can get people's backs up, even in death. When my friend and colleague Terry Anderson was kidnapped in Beirut – at almost seven years underground, he qualified as the longest-held hostage – I went to see Fadlallah, whom Anderson had himself recently interviewed. "He was in my home and he was under my protection," he said to me. "I regard him as my friend." This remark might have been what kept Terry alive: by extraordinary chance, Terry was back in Beirut this week with a party of students, although I always wondered if his visit to the southern suburbs of the city was what got him nobbled.

In those days, we journos called Fadlallah Hizbollah's "spiritual mentor", though that wasn't true. He did support the Lebanese resistance during Israel's invasion of Lebanon in 1982 and he was a fierce opponent of US policy in the region – like almost everyone else in the world, including the US, it seems – and he demanded an end of Shia blood-shedding ceremonies at Ashura (when Shias mourn the killing of the Prophet's grandson).

I went to see Fadlallah again with kidnapping much on my mind. I was heading off to Baghdad and sought his guidance on how to avoid being abducted. He listened kindly to me and announced that I should see a close Shia Muslim religious friend of his in the Iraqi capital. This I did. And was escorted to Najaf and Karbala by an associate of the friend who sat in his religious clothes in the front of the car, reading the Koran all the way. "I was very worried for you," Fadlallah's friend said when I returned. So now you tell me, I exclaimed.

But there was a further reason for Fadlallah's help. For every hour I was in the Iraqi holy cities, I had to meet a Shia clergyman, each of them former students of Fadlallah. And each of them would hand me a vast pile of writings and documents – their accumulated sermons over the past 10 or 15 years. To each I promised to pass their papers to Fadlallah. And thus it was that, a month later, a suspicious-looking Fisk turned up in the southern suburbs of Beirut with two massive suitcases. Fadlallah greeted me with a huge smile. He knew what the bags contained. Fisk had been a courier for more jurisprudence than he could imagine. And Fadlallah knew what his colleagues in Najaf and Karbala were talking about.

I couldn't, frankly, care less what senior vice president Khosravi of CNN thinks of this story – though spare me one of her "conversations" – nor do I care what the Israeli foreign ministry thinks. Nor British ambassadors, for that matter. But I do believe that Fadlallah was a very serious and very important man whose constant sermons on the need for spiritual regeneration and kindness did more good than most in a country constantly flooded in a rhetoric bath. Hundreds of thousands attended his funeral in Beirut on Tuesday. I am not surprised.

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