Mittwoch, 29. Juli 2015

Warum sich die Kurden erneut verraten fühlen

Syriens jahrzehntelang gequälte Minderheit erwies sich als effizientester Kämpfer gegen den „Islamischen Staat“ und fühlt sich nun direkt von der Türkei bedroht
 
von Birgit Cerha
 
Während die Botschafter der 28 NATO-Staaten bei einem Sondertreffen in Brüssel der Türkei volle politische Solidarität in ihrem Anti-Terror-Kampf  bekundeten, beeilt sich Ankara, die mit den USA beschlossenen Pläne einer Sicherheitszone in Nord-Syrien abzuschließen.

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Donnerstag, 23. Juli 2015

Atom-Deal heizt Rivalitätskampf am Persischen Golf an

Saudi-Arabien leitet grundlegende Neuorientierung seiner Außenpolitik mit dem Ziel einer langfristigen Konfrontation mit Iran ein
 von Birgit Cerha

„Das iranische Regime ist wie ein Monster, das an einen Baum gebunden war und nun in unserer Region freigesetzt wurde.“  Der prominente arabische Journalist Abdulrahman al Rashid scheut in der größten arabischen Tageszeitung „Asharq el Awsat“ nicht vor den schärfsten Worten zurück, wenn er  vor einem politisch und ökonomisch  aufstrebenden Iran als Folge des Atomabkommens mit den Weltmächten warnt. Verbale Versprechen der Amerikaner, iranische Beteuerungen des guten Willens überzeugten die Region nicht.

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Sonntag, 19. Juli 2015

Warum die USA Irans “großer Satan” bleiben

Einer Aussöhnung zwischen den beiden Erzfeinden stehen auch nach dem Atom-Deal noch starke Kräfte im Wege – Dennoch gibt es Hoffnung auf Veränderung
 
von Birgit Cerha
 
„Unser Kampf gegen die Weltarroganz (USA) wird niemals enden…. . Er ist das Wesen der (islamischen) Revolution…., unsere wichtigste Aufgabe.“  Eine Abweichung von diesem Kurs sei „ein Sakrileg“. Irans „Geistlicher Führer“ Khamenei wählte „Eid al Fitr“, einen der höchsten islamischen Feiertage zum Ende des Fastenmonats Ramadan, um klarzustellen, dass auch der am 14. Juli in Wien abgeschlossene Atom-Deal mit den Weltmächten an der Erzfeindschaft mit dem „großen Satan“ USA nichts ändern werde: keine Aussöhnung, keine Annäherung, keine Verhandlungen über bilaterale und strategische Fragen. Die iranische Außen- und Regionalpolitik bleibe unverändert. Und ebenso brüllten Anhänger Khameneis und seiner revolutionären Hausmacht  wie seit Jahrzehnten fast jede Woche nach dem Freitagsgebet, „Tod Amerika“.

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Dienstag, 14. Juli 2015

Iraner warten verzweifelt auf ein Ende der Sanktionen

Investitionen für Großprojekte in Milliardenhöhe könnten die dahinsiechende Wirtschaft neu beleben und der verarmten Bevölkerung neue Chancen bieten
 
von Birgit Cerha
 
„Ein neues Kapitel  der Hoffnung“ verheißt Irans Außenminister Zarif euphorisch seinem Volk. Das Dienstag in Wien mit den Weltmächten geschlossene Atomabkommen soll den Iran im Gegenzug zu wichtigen Zugeständnissen im Nuklearsektor von jahrelangen Wirtschaftssanktionen erlösen. Der wachsende ökonomische und soziale Druck des von den USA, der UNO, der EU und anderen Staaten dem „Gottesstaat“ auferlegten Sanktionsregimes machte der Bevölkerung zunehmend zu schaffen.

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Mittwoch, 8. Juli 2015

Die Knackpunkte eines Atomabkommens mit dem Iran

Warum  Ayatollah Khamenei eine Einigung mit den Weltmächten will und dennoch harte Töne anschlägt – Die Machtspiele des „Geistlichen Führers“
 
von Birgit Cerha
 
Der Poker geht weiter. Die dritte Frist zum Abschluss eines Atomabkommens zwischen dem Iran und der Sechsergruppe (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) in kaum mehr als einer Woche läuft Freitag ab. Trotz optimistischer Töne aus der Verhandlungsrunde ist ein Scheitern des 18-monatigen Gesprächsmarathons auch im letzten Moment immer noch möglich. Wichtigste Knackpunkte ist Irans Forderung nach einem Ende der Sanktionen gegen sein Raketenprogramm und des Handelsverbots für konventionelle Waffen. Es ist eine für den Westen politisch und emotional hochbesetzte Problematik, geht es doch dabei um die militärische Unterstützung militanter Gruppen, wie der libanesischen Hisbollah oder der palästinensischen Hamas durch Teheran.                

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Samstag, 13. Juni 2015

Irans Sehnsucht nach Versöhnung mit der Welt

Während sich die rivalisierenden politischen Kräfte zu einem heiklen Konsens über ein Atomabkommen durchringen, wächst in der Bevölkerung neue Hoffnung
 
von Birgit Cerha
 
Zwei Wochen vor der für den Abschluss eines Atomabkommens mit der 5+1-Gruppe aus den UN-Vetomächten und Deutschland gesetzten Frist steigt die Spannung im Iran.  Wird eine Einigung im letzten Moment scheitern – und wenn nicht, kann ein Abkommen tatsächlich neue Hoffnung in ihr Leben bringen, fragen sich viele durch jahrelange Ssanktionen verarmte und frustrierte Iraner. Je näher der 30. Juni heranrückt, desto deutlicher zeichnet sich zwischen den mächtigsten Fraktionen des Landes ein heikler Konsens  für eine Einigung mit der Welt ab.  Irans zersplittertes politisches System setzt sich aus politischen Strömungen zusammen, die sich um einflussreiche Persönlichkeiten, Machtzentren und Interessensgruppen scharen und immer wieder neue Allianzen eingehen. Diese Kräfteverhältnisse lassen sich grob in zwei große Gruppen teilen: das gemäßigte Lager der Reformer und Zentristen und das konservative der Neo- und traditionellen Prinzipalisten.

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Dienstag, 9. Juni 2015

Ein Jahr des Terrors in Mosul

Warum die Terrormiliz des „Islamischen Staates“ einer starken internationalen, militärisch weit überlegenen Allianz zu trotzen vermag

von Birgit Cerha
Spärliche Berichte über eine unfassbare Terrorherrschaft dringen an die Weltöffentlichkeit, ein Jahr nachdem die Terrormiliz des „Islamischen Staates“ (IS)  Mosul binnen nur weniger Stunden unter ihre Kontrolle gebracht hatte. Die jüngsten Zeugnisse der Schreckensherrschaft, die der selbsternannte „Kalif“, Abu Bakr al Baghdadi vor einem Jahr errichtete, stammen von geheimen, von der britischen BBC exklusiv verbreiteten Videoaufnahmen aus Iraks zweitgrößter, einst von fast drei Millionen Menschen bewohnten Stadt.

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Montag, 25. Mai 2015

Teherans riskante Strategie gegen den IS im Irak

Schiitenmilizen rüsten sich zur Rückeroberung Ramadis  und versetzen damit die Sunniten in der Region in Panik – Ist der IS das „kleinere Übel“?
 
von Birgit Cerha
 
„Innerhalb von Tagen“, beteuert Iraks Premier Abadi gegenüber der BBC, würden die irakischen Streitkräfte Ramadi, die am 17. April von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) eroberte Hauptstadt der überwiegend von arabischen Sunniten bewohnten West-Provinz Anbar, zurückgewinnen. Empört weist Abadi den Vorwurf des US-Verteidigungsministers Ashton Carter zurück, dass die irakischen Regierungssoldaten nicht kampfwillig seien. Vielmehr habe die „Schock-Strategie“ der nur 200 IS-Kämpfer, die mit Sprengstoff beladenen Lkws in die Stadt eingezogen waren, die Verteidiger in die Flucht getrieben.

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