Warum Ayatollah Khamenei eine Einigung mit den Weltmächten will
und dennoch harte Töne anschlägt – Die Machtspiele des „Geistlichen
Führers“
von Birgit Cerha
Der Poker geht weiter. Die dritte Frist zum Abschluss eines
Atomabkommens zwischen dem Iran und der Sechsergruppe (USA, Russland,
China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) in kaum mehr als
einer Woche läuft Freitag ab. Trotz optimistischer Töne aus der
Verhandlungsrunde ist ein Scheitern des 18-monatigen Gesprächsmarathons
auch im letzten Moment immer noch möglich. Wichtigste Knackpunkte ist
Irans Forderung nach einem Ende der Sanktionen gegen sein
Raketenprogramm und des Handelsverbots für konventionelle Waffen. Es ist
eine für den Westen politisch und emotional hochbesetzte Problematik,
geht es doch dabei um die militärische Unterstützung militanter Gruppen,
wie der libanesischen Hisbollah oder der palästinensischen Hamas durch
Teheran.
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