Der Zusammenbruch des Staates öffnete die Schleusen für eine menschliche Flut – Bleibt ein kleiner Hoffnungsschimmer?
von Birgit Cerha
„Verglichen
mit westlichen Ländern“ bewiesen die Staaten des Mittleren Ostens und
Nordafrikas „eine enorme Gastfreundschaft angesichts einer beispiellosen
Flüchtlingskrise“. Vor allem Tunesien, betont der Libyen-Experte Megan
Bradley gegenüber dem arabischen Sender „Al-Jezira“, halte seine Grenzen
trotz gravierender eigener Probleme stets offen für all jene, die dem
libyschen Chaos zu entkommen suchen. Das UN-Flüchtlingshochkommissariat
schätzt die Zahl der intern Vertriebenen auf
etwa 400.000, während mehr als eineinhalb Millionen Libyer seit der
Ermordung Diktator Gadafis im Oktober 2011 ins Ausland geflüchtet sind.
Allein im Vorjahr kamen 2.800 Menschen bei Kämpfen zwischen
rivalisierenden Milizen im Lande ums Leben.
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